Sie sind hier: Eröffnung > Die Redner der Eröffnungsfeier
12/10/2018 11:47 am

Die Redner der Eröffnungsfeier

Der Premier der Republik Kroatien, Dr. Ivo Sanader, begrüßt die Festgäste in deutscher Sprache und betont die lange Tradition der deutsch-kroatischen Zusammenarbeit im Bildungswesen und die besondere Funktion des Zentrums für Europäische Bildung. „Das Zentrum ist eine Frucht der guten deutsch-kroatischen Zusammenarbeit in allen Bereichen,  insbesondere im Bildungswesen (...). Kroatien hat die Rolle einer Brücke zwischen der Europäischen Union und Südosteuropa übernommen,  und mit diesem Zentrum haben wir die Gelegenheit, unseren Beitrag zur Entwicklung des Bildungswesen in allen Ländern zu leisten, die der Europäischen Union noch beitreten wollen, und zugleich die Rolle Zagrebs als Universitätszentrum zu stärken“.
govor Dr. Ivo Sanader mp3

 

Die deutsche Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Annette Schavan, hob in ihrer Begrüßungsrede hervor, dass diese Institution ein wirkliches europäisches Projekt, ein bemerkenswertes Novum und ein Impuls in der europäischen Bildungslandsschaft sei. Diese Institution „kann ein Kompetenzzentrum für alle Fragen europäischer Bildung und Ausbildung werden, auch im Hinblick auf die Schnittstellen von allgemeiner und beruflicher Bildung. Das Zentrum wird dazu beitragen, europäisches Bewusstsein zu schärfen und den Geist und die Seele Europas stärker zu formulieren“.

 

 

Die Vorsitzende der Südosteuropa-Delegation des Europäischen Parlaments, Dr. h.c. Doris Pack, ging in ihrer Rede auf die kulturelle Mittlerdimension des Zentrums für Europäische Bildung in Zagreb ein. „Das Primat der Ökonomie liegt hinter uns. Wenn wir Europa weiter aufbauen wollen, brauchen wir neue Visionen“. Doris Pack hob in diesem Kontext die Rolle des Zentrums in Südosteuropa hervor, das mit dazu beitragen werde, Grundwerte der europäischen Union wie Menschenrechte, Toleranz oder kulturelle und sprachliche Vielfalt in Europa zu verbreiten und in seinen Studienangeboten zu vermitteln.

  

 

In Vertretung des kroatischen Ministers für Wissenschaft, Bildung und Sport, Prof. Dr. Dragan Primorac, der an der Eröffnungsfeier leider nicht teilnehmen konnte, hob Prof. Dr. Radovan Fuchs, Leiter der Abteilung für internationale Zusammenarbeit im Wissenschaftsministerium, in seiner Ansprache hervor, dass das Zentrum für Europäische Bildung mit der Politik der kroatischen Regierung übereinstimme, in Kroatien eine Wissensgesellschaft aufzubauen. „Das Zentrum kommt im richtigen Moment, in dem wir uns in einer Reform des Bildungswesens in Kroatien befinden“.

 

 

 

Der Projekteiter und geschäftsführende Vorstand des Zentrums für Europäische Bildung von der Fakultät für Lehrerbildung der Universität Zagreb, Prof. Dr. Siegfried Gehrmann, ging in seiner Einleitungsrede auf die sechsjährige Entwicklungszeit des Zentrums ein und stellte die grundlegende Ziele des Zentrums vor: internationale Zusammenabeit im Hochschulwesen, Interdiszlinplinarität in Lehre und Forschung, die Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Politik bei der Entwicklung neuer Studienangebote und die Förderung europäischer Mehrsprachigkeit. „Wir haben die Chance in sechs Jahren in Zagreb ein Exzellenzzentrum für Fragen europäischer Bildung und Ausbildung aufzubauen. Hierzu brauchen wir auch weiterhin die Unterstützung aller unserer Partner in Wissenschaft, Polititk und Wirtschaft“.

 

Der Vorstandsvorsitzende des Verlagshauses Školska knjiga und zugleich Schirmherr des Zentrums für Europäische Bildung, Ante Žužul, sprach in seinem Grußwort von der Notwendigkeit, kulturelle und nationale Idenität in Europa zukünftig europäisch zu denken und in europäischer Zusammenarbeit diese zu bewahren und zu gestalten. Er betonte, dass das Zentrum in dieser Hinsicht eine zentrale Funktion innehabe, in dem es im Bereich der Bildung diese Zusammenarbeit koordiniere und als Kommunikations- und Arbeitsplattform für nationale und internationale Projekte dienen könne. „Die Wirtschaft Kroatiens hat an der Arbeit des Zentrums ein fundamentales Interesse, weil die Produktivität der Wirtschaft an Fortschritte im Bildungwesen gebunden ist“.

 

Die Projektleiterin und Vorstandsmitglied des Zentrums für Europäische Bildung vom Institut für Erziehungwissenschaften der Universität Münster, Prof. Dr. Marianne Krüger-Potratz, ging in ihrer Rede auf das erste Studienangebot des Zentrums für Europäische Bildung ein, dem einjährigen internationalen Masterstudiengang „Management und Beratung für Europäische Bildung“, mit dem ab Okt. 2008 in Zagreb begonnen wird. Sie erklärt, dass der Studiengang für Aufgaben der Steuerung und des Managements von Reformprozessen im Bildungswesen qualifiziere und Einblick in die Lösungsstrategien aber auch Probleme anderer Ländern gebe. „Das Zentrum bietet den organisatorischen Rahmen für den Studiengang und ist gedacht als institutioneller Garant für Nachhaltigkeit und Transfer (...). Der Masterstudiengang soll aber nicht das einzige Angebot des Zentrums bleiben, sondern wir verstehen das Zentrum als Plattform für weitere Fort- und Weiterbildungsangebote.

Die Rektoren der Universitäten Zagreb und Münster, Prof. Dr. Aleksa Bjeliš  und Prof. Dr. Ursula Nelles,  betonten in ihren Reden die zentrale Rolle des Zentrums für Europäische Bildung für die Internationalisierung beider Hochschulen im Zuge der Umsetzung des Bologna-Prozesses und die Notwendigkeit, europäische Studiengänge im Rahmen eines internationalen Hochschulkonsortiums als Reformstrategie zu entwickeln. Beide Rektoren unterstützen daher nachdrücklich den Aufbau des deutsch-kroatischen Zentrums in Zagreb mit seinen beiden Studienorten in Zagreb und Münster.

Die Vertreter der beiden Trägerinstititutionen des TEMPUS-Projekts, der Dekan der Fakultät für Lehrerbildung der Universität Zagreb, Prof. Dr. Dr .h.c. Vladimir Šimović und der Studiendekan des Fachbereichs für Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften der Universität Münster, Hans-Joachim von Olberg, hoben die Verantwortung beider Institutionen für die internationale Zusammenarbeit im Hochschulkonsortium hervor und betonten ihre Bereitschaft, mit dem Zentrum für Europäische Bildung eine nachhaltige Hochschulinstitution aufzubauen und langfristig binational und international zusammenzuarbeiten.