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10/23/2019 11:27 pm

Internationales Symposium „Modernising Teacher Education in a European Perspective“

Im Rahmen des TEMPUS IV-Projekts „Modernising Teacher Education in a European Perspective“ – MOTED fand am Freitag, den 14. Oktober 2011, im Rektorat der Universität Sarajevo ein internationales Symposium zur Modernisierung und Reform der Lehrerbildung in europäischer Perspektive statt. Teilnehmer waren Hochschullehrer und Bildungspolitiker aus West- und Südosteuropa. Das Symposium wurde vom Zentrum für Europäische organisiert und koordiniert

Grußworte zur Eröffnung des Symposiums sprachen Prof. Dr. Faiza Muštović, Universität Sarajevo, die Vorsitzenden des Organisationsausschusses des Symposiums, Natalia Dianiskova, Vertreterin der EU-Delegation in Bosnien-Herzegowina, Prof. Dr. Faruk Čaklovica, Rektor der Universität Sarajevo, Damir Mašić, Minister für Bildung und Wissenschaft der Förderation in Bosnien-Herzegowina, Esma Hadžagić, Stellvertreterin des Ministers für zivile Angelegenheiten in Bosnien-Herzegowina und Prof. Dr. Siegfried Gehrmann, Vorstand des Zentrums für Europäische Bildung, Universität Zagreb

Der Einleitungsvortrag zum Sympoium wurde von Dr. h.c. Doris Pack, Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Bildung des EU-Parlaments, gehalten. Die Ausschussvorsitzende betonte, dass alle Universitäten in der Region mit den gleichen Problem zu kämpfen haben und dass auf dem Weg in die Europäische Union weitere Reformschritte im Bildungwesen notwendig seien. Vor allem müssten die Systeme der Lehrerbildung und die fachliche Fort- und Weiterbildung von Lehrern an Profil gewinnen. Die anschließenden Impulsvorträge zur Modernisierung und Reform der Lehrerbildung behandelten spezifische Perspektiven aus Südosteuropa und Deutschland, vorgetragen von Bildungspolitikern, Ministerialbeamten und einem Vertreter der Wirtschaft aus Zagreb: Dr. Emir Suljagić, Minister für Bildung und Wissenschaft des Kantons Sarajevo, Dr. Žarko Obradović, Minister für Bildung und Wissenschaft der Republik Serbien, Prof. Dr. Dijana Vican, Staatssekretärin des Ministeriums für Wissenschaft, Bildung und Sport der Republik Kroatien, Edwin Stiller aus dem Ministerium für Schule und Weiterbildung, Deutschland/Nordrhein-Westfalen und Dr. Ante Žužul, Direktor des Verlagshauses Školska knjiga, Zagreb.

Alle Redner hoben in ihren Vorträgen hervor, dass sich die Lehrerbildung in Europa vor dem Hintergrund des europäischen Einigungsprozesses und der Globalisierung vor großen Herausforderungen befinde. Vor allem müsse die Zersplitterung der Lehrerbildung in Europa überwunden und die internationale und europäische Dimension in den Studienprogrammen zur Lehrerbildung gestärkt werden.

In dem zweiten Teil des Symposiums wurde erste Ergebnisse des TEMPUS IV-Projekts zur europäischen Dimension in der Lehrerbildung in Bosnien-Herzegowina, Deutschland, Kroatien, Österreich, den Niederlanden, Serbien und Slowenien vorgestellt. Den Einleitungsvortrag in Form eines Überblicks über Probleme und Perspektiven einer europäisch orientierten Lehrerbildung, wie sie in den Länder- und Regionalberichten aus den 7 Mitgliedsländern des TEMPUS-Projekts ermittelt wurden, hielt Prof. Dr. Jürgen Helmchen, Leiter des TEMPUS IV-Projekts, von der Universität Münster. Die weiteren Redner aus dem TEMPUS-Konsortiums fokussierten aus den Länder- und Regionalberichten jeweils einen möglichen Kernbereich einer europäisch orientierten Lehrerbildung: Sprachen und Fremdsprachen (Prof. Dr. Ana Petravić, Universität Zagreb; Prof. Dr. Sjaak Kroon, Universität Tilburg); interkulturelles Lernen (Prof. Dr. Marianne Krüger Potratz; Vorstand des Zentrums für Europäische Bildung, Universität Münster; Prof. Dr. Faiza Muštović, Universität Sarajevo), Neue Medien (Prof. Dr. Dr. h.c. Vladimir Šimović, Dekan der Fakultät für Lehrerbildung der Universität Zagreb; PD Prof. Dr. Ilijana Čutura Universität Kragujevac), Erziehungswissenschaft (Prof. Dr. Vlatka Domović, Universität Zagreb; Prof. Dr. Mojca Peček-Čuk; Universität Ljubljana), Lehrerbildung und Wirtschaft (Dr. Kornelia Tischler, Alpe-Adria Universität Klagenfurt). Diese Sektion endete mit ersten Überlegungen zu den Möglichkeiten einer Harmonisierung der Lehrerbildung in den Mitgliedsländern des TEMPUS IV-Projekts und zur Förderung der Mobilität der Lehramtsstudierenden (Prof. Dr. Siegfried Gehrmann, Universität Zagreb).

Ein dritter Teil des Symposiums war dem komplexen Problem der Mobilität und der Anerkennung von Studienleistungen im Bereich der Lehrerbildung in Europa gewidmet. In dieser Sektion berichteten die „international offices“ der Universitäten Zagreb (Ida Ogulinac) und Münster (Dr. Anke Kohl) sowie Vertreter von Akkreditierungsagenturen aus Deutschland (Dorit Gerkens, ACQUIN), Bosnien-Herzegowina (Sanela Pašić- Delahmetović, Agentur für  Entwicklung der Hochschulbildung und Qualitätssicherung in Bosnien-Herzegowina) und Slovenien (Dr. Mojca Novak, Nationale Agentur der Republik Slovenien für Qualität in der Hochschulbildung) .Doris Pack sprach hierzu eine kurze Einleitung zu dem Problem der Mobilität der Studierenden aus der Perspektive des Europäische Parlaments.

Der letzte Teil des Symposiums war auf die Fort- und Weiterbildung von Schulleitern in Südosteuropa ausgerichtet. Als Entscheidungsträger nehmen diese eine Schlüsselstellung in einer europäischen Orientierung von Schulen ein. Die Vortragenden dieser Sektion betonten die Notwendigkeit, die Fort- und Weiterbildung von Schulleitern in Bosnien-Herzegowina, Kroatien und Serbien europäisch auszurichten und machten auf Defizite in der aktuellen Fort- und Weiterbildung von Schulleitern in der Region aufmerksam. Ein Vorschlag des Zentrums für Europäische Bildung, unter dem Arbeitstitel „Schulmanagement in europäischer Perspektive“ ein regionales Projekt zur Curriculum-Entwicklung für die Fort- und Weiterbildung von Schulleitern in Südosteuropa zu entwickeln und in der Region anzubieten, wurde von allen Rednern begrüßt. Vortragende dieser Sektion waren: Prof. Dr. Wolfgang Böttcher, Universität Münster; Sanja Urek, Agentur für Erziehung und Bildung der Republik Kroatien; Prof. Dr. Dijana Vican, Staatssekretärin des Ministeriums für Wissenschaft, Bildung und Sport der Republik Kroatien; Prof. Dr. Violeta Jovanović, Universität Kragujevac – im Namen des Staatssekretärs des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft der Republik Serbien, Radivoje Mitrović - und Prof. Dr. Fatima Lačević, Universität Sarajevo.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

02.11.2011 20:45