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12/15/2018 6:42 pm

GRUNDSÄTZE

Die Arbeit des Zentrums für Europäische Bildung beruht auf vier grundlegenden Prinzipien:


(1) Internationalität und europäische Zusammenarbeit

Der europäische Einigungsprozess und die Globalisierung stellen die Bildungssysteme  in Europa gegenwärtig in allen Bereichen vor große Herausforderungen, die Schulen, Hochschulen, die berufliche Bildung ebenso wie die Träger von Angeboten lebenslangen Lernens. Um die in den Ländern auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene entwickelten unterschiedlichen Problemlösungsansätze und Reformstrategien koordinieren und weiterentwickeln zu können, bedarf es der Vernetzung und neuer Orte für die transnationale Zusammenarbeit. Das Zentrum für europäische Bildung in der Trägerschaft der Universitäten Münster und Zagreb ist ein solcher Ort, an dem konzentriert Fragen einer europäischen Dimensionierung von Bildung und Bildungsreformen bearbeitet werden können. Für diese Arbeit bringt das Zentrum für Europäische Bildung Lehrende und Studierende aus West-, Südost- und Mittelosteuropa in Studien- und Weiterbildungsangeboten wie auch in Forschergruppen zusammen, mit dem Ziel ein weites kooperatives Netzwerk von führenden Bildungsinstitutionen aufzubauen.

 

(2) Wissenschafts- und Praxisorientierung

Als eine auf Bildungsberatung angelegte Institution hat sich das Zentrum für Europäische Bildung das Ziel gesetzt, Theorie und Praxis, Forschung und Anwendung, Bildungspolitik und Wissenschaft sowie Wirtschaft, Hochschule und Zivilgesellschaft zu verbinden. Dieses Prinzip bietet die Gewähr, forschungsbezogene Angebote des Zentrums auf Praxisfelder und Fragen konkreter Bildungsberatung in Reformprozessen des Bildungswesens zu fokussieren. Das Zentrum für Europäische Bildung ist bemüht, in dieser Hinsicht ein kompetenz- und praxisorientiertes Angebot von Studien-, Fort- und Weiterbildungsangeboten zu entwickeln.

 

(3) Interdisziplinarität und Exzellenz

Voraussetzung für ein vertieftes Verständnis von Reformprozessen im Bildungswesen ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit. Am Zentrum für Europäische Bildung arbeiten Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Disziplinen und Berufsfeldern zusammen: aus der Erziehungswissenschaft, den Sozialwissenschaften, der Politikwissenschaft, den Sprach- und Literaturwissenschaften, aus der Europapolitik, dem Bildungsmanagement, der Schulpraxis bzw. aus anderen Feldern der Bildungspraxis. Studierende und Führungskräfte erhalten in Theorie und Praxis eine Ausbildung auf hohem akademischen Niveau und werden in Beratungstätigkeiten in unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern des Bildungswesens eingeführt. Die Gründungsmitglieder kommen von 12 Universitäten aus zehn west- und südosteuropäischen Ländern. Das Ziel des Zentrums für Europäische Bildung ist ein Dialog dieser Partneruniversitäten, der zur Problemwahrnehmung und zu Lösungsansätzen beiträgt.

 

(4) Mehrsprachigkeit

Die Arbeitssprachen des Zentrums für Europäische Bildung sind Deutsch, Englisch und Kroatisch. Die internationalen Studien- und Fortbildungsangebote des Zentrums sind in der Regel zweisprachig, auf Deutsch und Englisch. Eine andere Sprachenwahl erfolgt je nach Teilnehmerkreis. Dieses Prinzip einer gesteuerten Mehrsprachigkeit ist grundlegend für die Arbeit des Zentrums. Es dient dazu, die wissenschaftlichen Ressourcen in Forschung und Lehre zu verbreitern, die Mehrsprachigkeit von Studierenden und Führungskräften als Voraussetzung für Mobilität in Europa zu fördern und die Aneignung von Strategien zum Umgang mit Heterogenität zu unterstützen. Ein besonderes Anliegen des Zentrums ist die Förderung von Deutsch als Wissenschafts- und historische „Brückensprache“ in Südost- und Mittelosteuropa.